Leiden, 100 Jahre De Stijl

Leiden ist die Geburtsstadt von De Stijl. Hier gründete Theo van Doesburg (1883 - 1931) 1917 die Zeitschrift, der die internationale Bewegung ihren Namen verdankt. In diesen Jahren war Leiden eine Stadt, in der es vor lauter Kunst und Wissenschaft brodelte und in der weltberühmte Gelehrte wie Albert Einstein und Paul Ehrenfest neben Künstlern wie Theo van Doesburg arbeiteten. Mit dem enormen Einsatz von De Stijl gab er der neuen Welt eine revolutionäre Form: die des modernen Lebens im 20. Jahrhundert. Im Jahr 2017 ist Leiden noch immer ein internationaler Treffpunkt für Talente, Wissen und Innovation. Speziell für „Mondriaan tot Dutch Design“ erstellt Leiden 100 Jahre danach eine Bestandsaufnahme. In verschiedenen Ausstellungen zeigt die Stadt wie die Künstler von heute abstrakte Kunst umsetzen. Entdecken Sie die Quelle von De Stijl, mit einem vielfältigen und zeitgemäßen Programm aus besonderen Ausstellungen und Aktivitäten. 

 

Kurzbiographie von Theo van Doesburg

Theo van Doesburg (Utrecht, 1883 - Davos, 1931) ist der Gründer von De Stijl. 1917 publizierte er in Leiden die erste Nummer der gleichnamigen Zeitschrift, eine Künstlerbewegung war geboren. Unter den ersten Mitgliedern befanden sich Piet Mondrian, Bart van der Leck und J.J.P. Oud. Ein Jahr später erscheint das erste Manifest in 4 Sprachen und De Stijl erhält internationale Aussagekraft. 1920 trifft er seine spätere Frau Nelly van Doesburg, mit der er sich im deutschen Weimar niederlässt. Van Doesburg wird mehr und mehr von anderen aufblühenden Kunstströmungen wie Dada und dem Konstruktivismus ergriffen. Ab 1925 bringt er die schrägen „elementarischen“ Linien in seine Arbeit ein, wodurch er sich von den anderen Mitgliedern von De Stijl unterscheidet, die weiterhin sauber geometrisch arbeiteten. Van Doesburg bleibt bis zur letzten Ausgabe im Jahr 1928 einziger Redakteur und Mittelpunkt der Zeitschrift De Stijl. 1931 stirbt er im schweizerischen Davos. 

 

Leiden und De Stijl:

Hier fand Theo van Doesburg die Inspiration für seine revolutionäre abstrakte Bildsprache;

Hier brachte er jetzt weltberühmte Ikonen zusammen, worunter Mondrian und Van der Leck;

Hier malte er 1916 sein allererstes abstraktes Gemälde;

Hier profitierte er von den Entdeckungen von Lorentz und Einstein an der Universität;

Hier proklamierte er 1917 De Stijl mit der ersten Ausgabe der gleichnamigen Zeitschrift;

Hier bekamen die Ideen von De Stijl mit der Ausgabe des Manifests im Jahr 1918 eine konkrete Form;

Hier findet man sein Gesamtwerk bis zum heutigen Tag im Museum De Lakenhal versammelt.

Für allgemeine Fragen rund um das Programm Leiden, 100 Jahre De Stijl: info@destijlinleiden.nl