De Stijl in Leiden

Auf de Spuren von De Stijl.

 

Die Entstehung von De Stijl in Leiden

 

 

Die historische Universitätsstadt Leiden übt seit Jahrhunderten eine enorme Anziehungskraft auf Wissenschaftler und Künstler aus. Große Namen wie Rembrandt van Rijn, Jan Steen, Albert Einstein, Gustav Mahler und Sigmund Freud haben hier gelebt. Es ist deshalb auch kein Zufall, dass Theo van Doesburg ausgerechnet in Leiden, dem ‚Bollwerk der Freiheit‘, die Zeitschrift De Stijl gründete. Die internationale Kunstbewegung, die im Kielwasser dieser Zeitschrift entstand, lockte Künstler wie Piet Mondrian, Vilmos Huszár, Bart van der Leck und Architekten wie J.J.P. Oud und Gerrit Rietveld an.

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Kontra-Komposition VII (1924), Theo van Doesburg ©Collectie Museum De Lakenhal

Van Doesburg und Leiden

Theo van Doesburg war ein Revolutionär der Kunst, mit enormen Ambitionen: die neue, abstrakte und objektive Bildsprache von De Stijl sollte jedermann ansprechen und damit für mehr Harmonie in der Welt sorgen. Sein Streben galt einer universellen Kunst, welche die Menschen vereinen sollte – und das zu einem Zeitpunkt, zu dem außerhalb der holländischen Grenzen der Erste Weltkrieg noch in vollem Gang war. In Leiden entwickelte Van Doesburg seinen eigenen Stil. Seine frühesten Werke sind noch naturgetreu, wie am Beispiel einer relativ realistischen Zeichnung der Blauwpoortsbrug in Leiden zu erkennen ist. Aber in späteren Versionen reduziert er die Wirklichkeit zunehmend auf einfache Linien und Flächen. Letztendlich entwickelt Van Doesburg eine rein abstrakte Arbeitsweise, bei der das Gemälde nicht mehr auf eine erkennbare Wirklichkeit verweist.

Die Diagonale

Museum De Lakenhal hat mehrere Werke Theo van Doesburgs in seiner Sammlung. Darunter das Schlüsselwerk ‚Sfeer‘ (Sphäre), das erste komplett abstrakte Gemälde Van Doesburgs. 2017, genau hundert Jahre nach der Entstehung von De Stijl, konnte Museum De Lakenhal das Spitzenwerk ‚Kontra-Komposition VII‘ erwerben. Dieses Gemälde wird häufig rautenförmig präsentiert, aber mittlerweile ist man zu der Überzeugung gelangt, dass Van Doesburg es als quadratisches Gemälde mit diagonaler Komposition konzipierte. Das Gemälde gehört zu einer Serie von insgesamt fünf Werken, von denen drei in Holland zu bewundern sind: Kontra-Komposition V (Stedelijk Museum, Amsterdam), Kontra-Komposition VI (Tate Modern, London), Kontra-Komposition VII (Museum De Lakenhal, Leiden), Kontra-Komposition VIII (Art Institute of Chicago, Chicago) und Kontra-Komposition X (Kröller-Müller Museum, Otterloo).

Museum De Lakenhal in Leiden

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Museum De lakenhal

Ohne Unterstützung der Vereniging Rembrandt wäre dies nicht möglich gewesen. Museum De Lakenhal hat bei einer Versteigerung in London ein seltenes, abstraktes Gemälde von Theo van Doesburg erworben. Er malte Kontra-Komposition VII im Jahr 1924 in Paris, am Höhepunkt der Kunstbewegung De Stijl. Genau 100 Jahre nachdem Theo van Doesburg im Jahr 1917 in Leiden die Zeitschrift De Stijl und damit die gleichnamige Kunstbewegung gründete, kann Museum De Lakenhal dieses international bedeutsame Spitzenwerk endgültig seiner Sammlung hinzufügen. Kontra-Komposition VII wurde mit großzügiger Unterstützung der Vereniging Rembrandt erworben - unter anderem dank dem Nationaal Fonds Kunstbezit, dem Mondriaan Fonds, dem VSBfonds, der Vereniging van Belangstellenden in Museum De Lakenhal, dem Lucas van Leyden Mecenaat, der Gemeinde Leiden, dem De Banderfonds und einer Reihe anonymer privater Spender.

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Wiedereröffnung

Museum De Lakenhal ist bis 15. Juni 2019 wegen Renovierungsarbeiten und einer Erweiterung geschlossen. Bis dahin sind einige der Spitzenwerke in anderen Museen zu bewundern, so zum Beispiel im Rijksmuseum Amsterdam, Stedelijk Museum Alkmaar und im Museum Het Rembrandthuis. Weitere Informationen über die Sammlung, die Erweiterung und die Wiedereröffnung finden Sie auf der Website www.lakenhal.nl/en.

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Weitere Informationen

Für weitere Informationen über De Stijl in Leiden senden Sie bitte eine E-Mail an info@leidenmarketing.nl.

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